In stürmischer Nacht
steht sie wachend neben dir,
wird zum Leuchtturmlicht.
Lautlos schleicht sie durch die Gassen
wirft ein Tuch aus dunklem Rauch,
sucht nach Seelen, will sie fassen,
raubt dem Leben seinen Hauch.
Flüstert Lügen, krümmt die Stunden,
spinnt die Welt in Netze ein,
gräbt sich tief in alte Wunden,
redet jede Hoffnung klein.
Alle Freude wird verschlungen,
jedes Glück wird ausgemerzt,
Mut wird auf die Knie gezwungen,
Herz ertrinkt an Seelenschmerz.
Und so zieht sie ihre Kreise,
sät Verzweiflung, bitterschwer,
lebt im Schatten, ist meist leise,
Angst zieht unsichtbar umher.
Doch sie möchte uns nicht schaden,
spürt nur mehr als wir verstehen,
Angst ist letztlich nur die Frage:
„Willst du wirklich weitergehen?“
Sie sagt, was der Mund nicht spricht,
weil der Geist es nicht begreift,
doch wenn Angst durchs Dunkel bricht,
wird hörbar, was im Innern schweigt.
Lautlos schleicht sie durch die Gassen,
wirft ein Tuch aus dunklem Rauch,
führt dich tief in deine Schatten –
und ins Licht … wenn du ihr traust.
Rebecca | Schreibtrunken





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