Ich spüre die Sekunden
wie Sand durch meine Finger rinnen,
unaufhaltsam,
kalt und rau,
bis nichts bleibt
als die Erinnerung an das,
was hätte sein können.
Die Uhr schlägt laut,
in der Stille meiner Gedanken,
ein Mahnruf,
der mich an all die Wege erinnert,
die ich noch nicht gegangen bin.
Die Listen in meinem Kopf
wachsen wie Schlingpflanzen,
umklammern meine Träume,
die zum Fliegen geboren wurden,
doch keine Flügel finden.
Jeder Sonnenuntergang
birgt eine leise Unruhe,
ein ängstliches Flüstern,
weil der Horizont
sich immer schneller entfernt.
Ich schaue auf die Spuren,
die ich hinterlasse,
und frage mich,
ob sie tief genug sind,
um die Wellen der Zeit
zu überdauern.
Doch vielleicht,
so denke ich,
liegt in jedem Atemzug
eine Möglichkeit,
zwar nicht alles zu schaffen
doch das Wesentliche zu leben.
Und vielleicht reicht es,
nicht die ganze Welt zu erobern,
sondern nur den Augenblick,
der jetzt ist,
zu umarmen,
bevor er verweht.
Rebecca | Schreibtrunken





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