WAS LANGE WÄHRT,
WIRD ENDLICH BUCH!
Wer hätte das gedacht … Habe ich mein Leben lang ausschließlich für die Schublade, die Festplatte, das Internet oder die Zeitung geschrieben, gibt es einige meiner Texte nun erstmals auch als Buch. Ich freu mich!

Heutzutage scheint es fast kaum mehr jemanden zu geben, der noch kein Buch geschrieben hat und vielleicht hat dieser Umstand mit dazu geführt, dass meines so lange gebraucht hat, bis es von einer Idee zu etwas Greifbarem geworden ist.
Warum sollte ausgerechnet ich etwas zu Papier bringen, was es nicht schon mehr als zu Genüge gibt und wieso sollte sich bei diesem immensen Angebot an Literatur irgendjemand für meine Worte interessieren?
Das frage ich mich manchmal noch immer, aber die Antwort hängt nicht mehr allein von anderen Menschen ab. Der wichtigste Grund, warum es dieses Buch nun doch gibt: Weil es mir ein Bedürfnis war, es zu schreiben. Weil mich die Gedichte manchmal mitten in der Nacht geweckt und an den Laptop beordert haben oder Verse, untermalt vom Geräusch des Blinkers, am Straßenrand zügig ins Handy gesprochen werden wollten.
Zugegeben: Wäre es mein Familienroman, der endlich erscheint, ich wäre vermutlich weitaus stolzer, doch auch diese 185 Seiten fühlen sich richtig gut an. Und allein das war die Mühe mehr als wert.
Ich habe mir bereits als kleines Mädchen angewöhnt, alles in Frage zu stellen, was ich tue und bin mit den jeweiligen Ergebnissen selten zufrieden. Zwar hat sich das mit den Jahren gebessert und ich weiß heute sehr viel realistischer einzuschätzen, wie es um mein Schreiben bestellt ist, dennoch kann es rein theoretisch noch immer passieren, dass eine hochgezogene Augenbraue darin resultiert, dass ich alles über den Haufen schmeiße und von vorn beginne – in vielerlei Hinsicht.
Deshalb konnte dieses Buch auch erst in der Stille entstehen.
Manchmal glaube ich, Schreibende können ihre eigene Stimme nur dann finden, wenn sie sich zurückziehen und keine Töne von außen zulassen. Wie diese Stimme im Ergebnis klingt, wird hier gefallen und dort nicht, aber das ist mit allem so.
Was sie aber sein wird: authentisch. Und nur das zählt. – Die Kategorien Gereimtes und meine Ungereimtheiten lassen den Stil des Buches in etwa erahnen.
Für wen ist das Buch?
Die Texte, die in „Der Abend sinkt ins Schweigen“ enthalten sind, fließen aus all den großen und kleinen Rissen der Welt. Sie laden dazu ein, die sanften Schatten der Melancholie zu durchstreifen und in ihnen nicht nur schmerzhafte Traurigkeit, sondern auch eine stille, heilsame Schönheit zu entdecken. Das Buch erzählt von der Vielschichtigkeit des Lebens – von Momenten des Verlusts und der Einsamkeit, wie auch von zarten Leuchtstreifen der Hoffnung, die uns immer wieder einen nächsten Schritt wagen lässt.
Es ist ein Buch für alle, die sich in der Tiefe ihrer Emotionen wiederfinden und dabei von der Poesie getragen fühlen möchten – ein stiller Begleiter, der nichts fordert, einfach nur da ist, wann auch immer er gebraucht wird.
Weitere literarische Projekte sind ein weiteres Lyrikbuch über Kurzgeschichten zur Stärkung der kindlichen Psyche bis hin zu dem bereits erwähnten einem Familienroman. Alles Träume, die ich teilweise schon Jahrzehnte träume – es wird Zeit, sie ins Leben zu holen.
So deprimierend es im Laufe der Jahre / Jahrzehnte auch war, in Sachen Schreiben nicht wirklich vom Fleck zu kommen, so überzeugt bin bin ich heute davon, dass es genau diese Zeit gebraucht hat. Ich hätte früher nicht schreiben können, was ich heute schreibe. Nicht nur in Sachen Schreibkompetenz, ich wäre auch die Themen völlig anders angegangen – nicht unbedingt besser. Sichtweisen bleiben selten ein Leben lang ein und dieselben …
Es hat schon auch sein Gutes, älter zu werden – wenn auch gleichzeitig immer die latente Sorge mitschwingt, die Zeit könne mir davonlaufen.
Aber das tut sie für jeden von uns. – Vom ersten Atemzug an.
Ich laufe einfach mit, so lange und so gut ich kann und hoffe auf die ein oder andere schöne und bereichernde Erfahrung auf meinem Weg – sowohl für mich, als auch für andere.
Und du so? – Was willst du unbedingt noch erleben?
- Und ist dieser Traum wirklich so abwegig, wie du manchmal glaubst?
- Wer oder was hindert dich daran?
- Wie sehr würdest du es bedauern, wenn er auf ewig ein Traum bliebe?
- Was müsste anders sein, damit er Realität wird?
- Bist du ihn dir WERT?
Rebecca | Schreibtrunken





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