Guten Morgen – wünsche einen schönen Sonntag! 🙂
Ich hatte eine ganze Weile keine Freude mehr an Instagram und war auch etwa ein halbes Jahr lang in der Versenkung verschwunden. Das hat sich vor Kurzem geändert und momentan schau ich doch wieder häufiger vorbei. Ich find`s schwierig, meinen Weg durch diesen Social-Media-Dschungel zu finden, aber na ja – Wege zeigen sich ja bekanntlich meist erst beim Gehen, von daher lauf ich mal noch bisschen weiter. Wo ich ankommen werde, das bleibt abzuwarten …
Kommt gut durch euren Tag und beste Grüße!
Rebecca | Schreibtrunken
Dieses Gedicht entstand aus diesem ewigen Gedanken „Du musst erst noch … bevor du …“
Aus dem Gefühl, für irgendetwas nicht gut genug gerüstet zu sein, nicht genug zu wissen, zu können – zu sein.
Aber was, wenn es niemals so sein wird, dass man sich so wirklich, wirklich bereit fühlt?
Wir haben hier am Haus etliche Vogelnester und vielleicht ist das bei uns ja nicht viel anders als bei den kleinen Federbällchen: Augen zu und durch. Beherzt loshopsen, nicht wissend, was geschehen wird – nur dem Gefühl folgend, dass es da draußen irgendwas geben muss, das es zu entdecken gilt.
Wie sollen sich unsere Flügel auch entfalten, wenn wir ihnen den dafür nötigen Raum nicht geben?
– Falls du das Gefühl hast, dass es dir dort, wo du dich befindest, zu eng geworden ist, wünsche ich dir den Mut, dich mit offenen Augen aus dem Nest zu stürzen – im Vertrauen darauf, dass du getragen sein wirst.
WENN DER WIND MICH NICHT TRÄGT
Ich stehe am Rand eines gähnenden Abgrunds,
der Himmel so weit, doch die Füße wie Blei.
“Lass dich doch fallen”, ruft der Wind,
er würde mich tragen, dann wäre ich frei.
Doch ich hab schon so viele Federn gelassen,
hab Angst, dass der Wind mich nicht halten kann.
Mein Federkleid einfach nicht dafür gemacht ist,
durch Lüfte zu gleiten, weshalb ich sodann
die Flügel fest an den Körper presse,
hoffe, es weht mich nicht einfach hinfort.
Will einfach hier stehen, bis ich vergesse,
wie ich hier herkam, an diesen Ort.
Es heißt oft: „Vertrau“, doch wem oder was?
Dem Leben, dem Wind, den müden Gedanken?
Ich hab es versucht und fiel schon so oft,
dass all meine Träume im Meer versanken.
Ich stehe noch immer am Rande des Abgrunds.
Der Himmel bleibt weit und die Füße so schwer.
Doch in meinem Innern regt sich ein Flattern –
irgendetwas in mir möchte mehr.
Was, wenn es gar nicht das Federkleid ist,
von dem abhängig ist, ob man fliegt oder fällt?
Muss mich der Wind vielleicht gar nicht tragen –
weil mich stattdessen der Himmel hält?
Rebecca





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