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Sag mir, was ein Wunder ist


Vielleicht ein Moment, der gleich wieder endet,
ein kurzes Vergessen, wie schwer alles war?
Oder das Kind, das mit schmutzigen Händen
den Himmel berührt, weil es glaubt, er sei nah?

Ist es die Blume, die wächst zwischen Steinen,
ein Lächeln, das fällt, wo die Kälte regiert?
Oder die Stille im Kopf nach dem Weinen,
wenn man im Innern nicht mehr so friert?

Ist es der Morgen, der kommt – ohne Fragen,
ob man sich stark genug fühlt für den Tag?
Oder der Mut, erneut zu versagen,
zitternd zu flüstern: „Okay. Ich wag‘s“?

Ist es die Hand, die du reichst, ohne Gründe,
ein Blick, der noch bleibt, wo man sonst lieber flieht?
Oder die Zeit, die heilt – nicht in Stunden,
doch langsam, wie Moos über Steine sich zieht?

Ist es das Lied, das dich findet in Stille,
ein Klang, der dich trägt, durch die dunkelste Nacht?
Dein ungebrochener Lebenswille,
zu spüren: Ich bin! – Und dass Stärke erwacht?

Wer kann mir sagen, wo Wunder beginnen?
Im Wissen? Den Sternen? Der Bibel allein?
Vielleicht ja in den ganz kleinen Dingen –
vielleicht nur im Atmen. Im Dasein. Im Sein.



Dein Echo auf diese Zeilen


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