Asche und Gold – dazwischen wächst Leben,
ein Tanz mit den Zahlen, mal nehmen, mal geben,
die einen schwören auf Aktienscheine,
die andern auf Münzen – selbst auf ganz kleine.
Im Kreise der Reichen, da rechnet sich’s leicht,
ganz gleich, wie man plant, man weiß, dass es reicht,
doch dort in der Stube, beim Licht einer Kerze,
rechnet die Mutter – mit Schwere im Herzen.
Im Geldbeutel klafft ein bedrückendes Loch,
für Butter und Toastbrot reicht’s gerade noch,
an Urlaub verschwendet sie keinen Gedanken,
ein Schritt vor die Tür und sie steht schon vor Schranken.
Die Kinder der Ärmeren träumen sich fort,
an einen gerechteren, wärmeren Ort,
wo Gesundheit und Bildung kein Luxus sind,
deine Abstammung nicht deine Zukunft bestimmt.
Die Schere, die unsre Leben teilt,
in gut und schlecht, in arm und reich,
sie schneidet die Hoffnung in winzige Spalten,
manch einer kann sie schon nicht mal mehr halten.
Wo liegt diese Welt, in der Würde regiert?
Wo keiner gewinnt, weil ein andrer verliert?
Ein jeder der Menschlichkeit Achtung zollt –
denn: wird diese gesät, wird Asche zu Gold.
*



Dein Echo auf diese Zeilen