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Das Echo unserer Entscheidungen


Die Sache mit dem Schicksal …
WordPress möchte in seiner Schreibanregung des Tages wissen, ob ich daran glaube.


Diese Frage hat wohl schon viele Gemüter beschäftigt.

Folgt unser Leben einem großen, vorgeschriebenen Plan?
Sind „Zufälle“ gar keine Zufälle sondern bewusst gestreute Brotkrumen einer höheren Macht?

Das Wort „Schicksal“ ist für viele Menschen gleichbedeutend mit einer unsichtbaren Hand, die unsere Wege lenkt, als wären wir Marionetten an den Fäden des Puppenspielers. – Ob wir fallen oder nicht, hängt (im wahrsten Sinne) nicht an uns.


In den alten Mythen der Griechen spinnen die Moiren die Lebensfäden der Menschen. Sie messen ihre Länge, sie entscheiden, wann sie reißen. Auch in anderen Kulturen gibt es die Vorstellung, dass unser Leben nicht gänzlich in unserer Hand liegt, sondern Kräfte jenseits unserer Vorstellungskraft die Fäden halten.

Wer an das Schicksal glaubt, findet in der Regel Trost in der Idee, dass alles, was geschieht, einen Sinn hat – auch Schmerz, Verlust, Umwege. Vielleicht führt jeder Fall nur dazu, dass wir aufstehen müssen, um eine größere Bestimmung zu erfüllen. Vielleicht ist alles, was wir als Chaos empfinden, nur ein Puzzle, dessen Gesamtbild wir erst später erkennen.


So tröstlich diese Vorstellung sein mag, so bequem ist sie aber auch.

Der Gedanke, dass unser Leben gelenkt wird, nimmt uns Verantwortung ab. Was aber, wenn das Leben ein leeres Buch ist, das wir selbst füllen? Wenn Zufälle keine Zeichen sind, sondern einfach nur das: Zufälle?

Die Physik zeigt uns eine Welt, die oft dem Prinzip des Zufalls folgt. Elektronen bewegen sich nicht nach Plan, sondern in Wahrscheinlichkeiten. Warum sollte es mit unserem Leben anders sein?


Doch selbst wenn das Schicksal nicht als übernatürliche Macht existiert – kennen wir nicht alle diese Momente, die sich nach einer Fügung anfühlen?

Vielleicht ist Schicksal nicht etwas, das uns widerfährt, sondern etwas, das wir erschaffen – durch unsere Haltung, unsere Träume, unsere Art, auf das Leben zu reagieren. Vielleicht ist es das Echo unserer Entscheidungen, das uns irgendwann einholt.


Letztlich gibt es wohl kein eindeutiges Ja oder Nein. Schicksal kann vieles sein: Ein Glaube, der Trost spendet. Eine Illusion, die uns beruhigt. Oder eine Kraft, die sich erst im Nachhinein zeigt.

In meiner Welt sind wir Reisende auf einem Pfad, der zwar bereits existiert, aber erst durch unsere Schritte seine tatsächliche Form annimmt.

Wie ein Tütchen Samenkörner, das wir in die Hand gedrückt bekommen, um die Samen einzupflanzen, wo auch immer wir möchten. Das „Schicksal“ zu erblühen oder einzugehen, hängt in nicht unbedeutendem Maß davon ab, wohin wir sie streuen, welches Klima dort herrscht und wie wir uns darum kümmern. Rose bleibt Rose – aber wie lange sie blüht, dieses „Schicksal“ fällt nicht einfach vom Himmel – es liegt an uns.


Natürlich bin ich, wie jeder andere auch, durch Kindheitserfahrungen und Erlebnisse geprägt. Gehen wir unseren Weg bis hierher aber rückwärts, stellen wir in der Regel fest, dass wir unendlich viele Möglichkeiten hatten, in eine andere Richtung abzubiegen, es aber unser freier Wille und unser eigenes Handeln war, das uns hingebracht hat, wo wir nun sind.

Wir denken in den seltensten Fällen alle zur Verfügung stehenden Möglichkeiten durch sondern handeln meist nach einem gewohnten Muster. Wir nehmen den Rest gar nicht wahr und reden uns ein, wir könnten nicht anders. Oder haben es uns einreden lassen

Und wenn wir unbedingt an Unglücke oder schlimme Erkrankungen denken wollen

Ja. Es lindert vielleicht den Schmerz, wenn man sich sagen kann, dass man nichts dagegen hätte tun können, da es eben „so sein sollte“ und wem dieser Gedanke hilft, der möge ihn sich auch bewahren – für mich persönlich ist er allerdings keine Option.


Was auch immer die Wahrheit sein mag – wir gehen weiter. Mal zweifelnd, mal zuversichtlich, mal mit dem Gefühl, geführt zu werden, mal mit der Überzeugung, unseren eigenen Weg zu schmieden.

Und vielleicht liegt genau darin unser „Schicksal“:


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Dein Echo auf diese Zeilen

2 Antworten zu „Das Echo unserer Entscheidungen“

  1. Avatar von Nici
    Nici

    Schicksal, mehr zum Ja als zum Nein.
    Alles was vor deiner Existens war, weit zur<ck, z. B. von Uroma war schicksal, eine ver@nderung in der ja nein linie und du w@rst nicht.

    Gefällt 1 Person

    1. Avatar von Rebecca
      Rebecca

      Hi Nici!

      Ja, dass es mich überhaupt gibt, das mag Schicksal sein – hab ich ja auch geschrieben. Mein Schicksal ist es, Mensch zu sein. 😉

      Ich denke, Menschen beziehen das Wort „Schicksal“ in der Regel gern auf sehr viel mehr, als ihre bloße Existenz. Eher auf allerhand Ereignisse, Umstände, etc.

      Daran möchte ich nicht glauben. An gewisse Veranlagungen gern, aber nicht daran, dass vorherbestimmt ist, was ich aus ihnen mache.

      Aber das ist, wie bei allen Fragen, auf die es niemals bewiesene Antworten geben wird – manche denken so und andere so und das ist auch gut so.

      Beweis mal einer, dass seine Sicht die richtige ist. Wird schwierig … 😉 Deshalb ist alles, was ich hier schreibe, natürlich auch immer völlig subjektiv.

      Ich danke dir für’s Lesen und deine Gedanken dazu und wünsche dir eine ruhige Nacht!

      Lieben Gruß!
      Rebecca

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