Wir sitzen zu zweit auf dem Sofa,
der Abstand misst fast einen Meter,
im Raum nur die tickende Wanduhr –
und Stille als stiller Verräter.
Ich frage: „Geht’s dir heut besser?“
Du nickst und erwiderst: „Und dir?“
Die Worte verhallen im Dunkeln,
ein Echo des einstigen Wir.
Die Hände, sie ruh’n auf den Knien,
zu fern, um einander zu finden.
Wir teilen die Luft und das Leben,
doch nichts kann uns wirklich verbinden.
Die Liebe – ein Foto im Rahmen,
das auf dem Kaminsims verstaubt.
Das Glas ist längst blind geworden,
das Bild seiner Farben beraubt.
So sitzen wir weiter beisammen,
die Jahre verstreichen im Raum.
Wir sind nicht allein, nur verlassen –
zwei Träumer, vereint nur im Traum.



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