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Namenlose Wut


Sie liegt in mir wie ungeweint,
die Wut, die keinen Gegner kennt.
Ganz unverhofft bricht sie hervor,
wie Feuer, das mein Herz verbrennt.

Sie kommt zu mir als fremder Gast,
der niemals seine Zeche zahlt,
zertrümmert all mein Porzellan,
womit sie häufig auch noch prahlt.

Nagt an mir, mit spitzen Zähnen,
frisst mich auf, mit Haut und Haar,
lässt Welten spurlos untergehen,
wo eben noch der Himmel war.

Sie tobt in mir in dunklen Nächten,
wie Sturm, der durch mein Leben fegt.
Kein Wort kann ihre Macht entkräften,
wenn sie sich tief nach innen legt.

Doch schau ich tiefer, wächst das Wissen:
Wut ist selten, was sie scheint.
Sie deckt, verborgen und verschwiegen,
die Angst, die leise in mir weint.



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