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Waldfrieden


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Die Wege sind schmal, die Bäume alt,
die Zeit geht langsam, im tiefen Wald;
ich laufe weiter, Schritt für Schritt,
die Stille nimmt mich leise mit.

Das Licht fällt zaghaft durchs Blätterdach,
es tanzt und funkelt im murmelnden Bach,
hier spricht das Moos in sanften Tönen,
es wogen sacht die grünen Kronen.

Ich atme das Leben, ich lausche dem Lied,
dem Wunder, das im Schweigen liegt;
die Wurzeln flüstern unter mir:
„Wir halten dich, bleib einfach hier.“

Auf einer Lichtung bleibe ich stehen,
dreh mich im Kreis, um alles zu sehen;
Vogel steigen zum Himmel empor,
ein Reh tritt aus dem Schatten hervor.

Es verharrt für einen Moment,
als fragte es sich, ob es mich kennt,
dann senkt es das Haupt, kehrt wieder um,
und mir wird plötzlich klar, warum

die stille Tiefe eines Waldes
mir so vertraut und oft ein Halt ist:
Weil niemand mich fragt, woher und wohin? –
die Natur mich annimmt, so, wie ich bin.



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