Manchmal fällt aus alten Tagen
ein Bild in meine Gegenwart,
so unverhofft, als würd es sagen:
„Sieh her – du hast mich aufbewahrt.“
Ein Duft, ein Lied, ein spätes Lachen,
ein Schatten auf vertrautem Stein –
und plötzlich fangen alte Sachen
das Licht des neuen Morgens ein.
Ich dachte oft, was früher war,
sei wie ein Zug, der weiterfuhr.
Doch sein Echo ruht noch nah,
im Gleisbett meiner Lebensspur.
Wie Sterne, die schon längst verglommen,
uns dennoch durch die Nächte führen,
so kann von gestern wiederkommen,
was uns lehrt, uns selbst zu spüren.
Braucht die Zukunft vielleicht gar
den Blick zurück ins alte Land?
Schreibt uns das, was einmal war
auch das, was wird, mit in die Hand?
Vielleicht kann, was wir fast vergaßen,
uns dennoch einmal Kompass sein.
Eine Karte alter Straßen –
und durchs Gestern finden wir heim.
*



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