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Ich weiche nicht!


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Ich lebe. Ich weiche nicht.
Auch wenn das Dunkel nach mir ruft.
Wo Schatten ist, da ist auch Licht,
selbst Gräber tragen Blütenduft.

Ich kenne diesen alten Wunsch,
einfach wortlos fortzugehn,
alles hinter mir zu lassen,
niemals wieder umzudrehn.

Ich verstummte immer wieder,
damit mich niemand hören kann.
Doch selbst die Stille sprach mich laut
mit meinem eignen Namen an.

Und ganz gleich, wohin ich fliehe –
mein Herz, es reist mir hinterher.
So oft hab ich es schon verraten,
machte ihm sein Schlagen schwer.

Auch verirrte sich oft Nebel,
in jeden Winkel meiner Brust.
Doch unter dieser grauen Kälte
da schlief ein Rest von Lebenslust.

Vielleicht kommt‘s gar nicht darauf an,
niemals wieder Angst zu spürn.
Vielleicht nur darauf, trotz des Zitterns
sich selbst nicht völlig zu verliern.

Ich lebe. Ich weiche nicht.
Nicht vor der Nacht, nicht mehr vor mir.
Ich trag mein Herz durch dunkle Winter,
denn auch der Frühling lebt in mir.



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