Wär ich eine Pusteblume
auf der Wiese hinterm Haus,
ich legte mich in Abendwinde,
schwebte weit ins Land hinaus.
Nichts mehr tragen. Nichts erklären.
Nicht aus Angst stumm stehenbleiben.
Alle Sorgen würden schweigend
mir von meinen Schultern gleiten.
Doch zuvor stünd ich im Frieden.
Funkelte im letzten Licht.
Bis jedes meiner weißen Schirmchen
eines nach dem andern bricht.
Eines triebe über Dächer,
eines übers nasse Feld,
eines blieb am Fenster kleben,
eins stieg zum Sternenzelt.
Eins verfinge sich in Haaren,
eins fiel in ein fremdes Zimmer,
eines landete im Gras
und ruhte sich dort aus – für immer.
Und niemand bräuchte mich noch fragen,
warum ich manchmal traurig bin.
Pusteblumen erklärt man nicht.
Man pustet sie bloß fort im Wind.



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