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Septembersonntag


Ein Sonntag im September.
Ein Tag, wie es viele schon gab.
Weil nun mal jeder Kalender
einen September und Sonntage hat.

Bald ist er vorüber, der Sommer.
Der Herbst legt sich sachte aufs Feld.
In der Ferne grollt leise ein Donner,
Spätsommerregen fällt.

Und wie dieser Sommer vergeht,
vergeht auch ein Teil von mir,
weil das meiste, von dem, was besteht,
nicht auf ewig existiert.

Es wird auch im nächsten Jahr
Septembersonntage geben,
das ist sicher und absehbar,
doch wie wird es aussehen, mein Leben?

Wird jemand an meiner Seite sein?
Küsst mich abends ein Mensch zur Ruh?
Oder bin ich stattdessen allein
und mir selbst genug?

Welches Fazit werde ich ziehen,
wenn ich zurückblicke – zum Beispiel auf heute.
Welche Träume und Fantasien
hab ich verwirklicht, was macht mir Freude?

Eigentlich dumm, sich all das zu fragen,
ständig mit dem Kopf im Morgen zu sein.
Wär es nicht klüger, es einfach zu wagen,
mich ins Heute zu stürzen – ins Leben hinein?

Ein Sonntag im September.
Ein Tag, wie es viele schon gab.
Wie lang wohl mein Lebenskalender
noch Septembersonntage haben mag?



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