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Es sind nie nur die Berge …

Randnotizen


Das möchte WordPress heute wissen und meine spontane Antwort lautet: Norwegen! – Wo sonst?

Fjorde, Berge, Wälder, Weite – und Holzhäuser, die einzig dafür in der Landschaft herumstehen, um sich mit Buch und Wolldecke darin verkriechen zu können.

Nicht zu vergessen: Die Temperaturen! Ich würde gern an einem Ort leben, an dem es niemals wärmer würde als 25 Grad und es tatsächlich noch vier deutlich voneinander zu unterscheidende Jahreszeiten gibt.

Auch die schönsten Orte bestehen nicht nur aus Bergen, Wäldern oder einer besonders beeindruckenden Kulisse. Sie bestehen immer auch aus den Menschen, die diese Orte bewohnen und deshalb würde ich – ganz unabhängig vom Land – am liebsten dort leben, wo man laut lachen kann, ohne sich Gedanken darüber zu machen, ob das jetzt vielleicht unpassend oder peinlich war.

Wo man ganz selbstverständlich stehen bleibt, wenn ein anderer Hilfe braucht, und nicht erst überlegt, ob sich das irgendwie lohnen könnte.

Wo Menschen nicht nur fragen „Wie geht’s?“, sondern auch auf die Antwort warten – und der Gefragte keine Scheu hat, ehrlich zu antworten.

Wo zwei Menschen Hand in Hand durch die Stadt gehen können, ohne dass irgendjemand beurteilt, ob ihre Liebe richtig oder falsch ist.

Ich würde gern an einem Ort leben, an dem Kinder wenigstens einen Menschen haben, bei dem sie sich vollkommen sicher fühlen. Jemanden, der sie tröstet, wenn sie traurig sind, sich mit ihnen freut, wenn sie etwas Schönes zu erzählen haben und der auch dann noch freundlich zu ihnen ist, wenn sie gerade mal nicht besonders liebenswert scheinen.

Oder dort, wo niemand morgens vor dem Spiegel steht und darüber nachdenkt, welche Kleidung er heute am besten anzieht, damit er nicht schief angeguckt wird.

Wo man begangene Fehler nicht immer wieder aufs Butterbrot geschmiert bekommt und Stärke nicht mit Lautstärke verwechselt wird.

Ich fände auch einen Ort sehr lebenswert, an dem jeder einfach sagen könnte: „Ich schaffe das gerade nicht“, ohne sich dafür schämen zu müssen.

An dem alte Menschen nicht das Gefühl haben, der Welt zur Last zu fallen und die Geschichten, die ihre Falten erzählen, gehört werden wollen – im Umkehrschluss die Jungen nicht ständig vermittelt bekommen, sie müssten erst etwas Besonderes leisten, um überhaupt dazuzugehören.

Ach … Wie schön wäre doch ein Ort, an dem Macht zum Wohle aller eingesetzt würde und wir alle Freude darin finden würden, anderen eine Freude zu bereiten.

Einer, an dem Zertifikate nicht mehr zählen als Erfahrungen.

Man könnte endlos weiterschreiben …

Ein lebenswerter Ort muss nicht unbedingt als Postkartenmotiv dienen und es braucht auch nicht rund ums Jahr das allerbeste Wetter – Hauptsache, man darf sich dort aufhalten, ohne das Gefühl zu haben, sich verbiegen zu müssen.

Letzten Endes geht es wohl gar nicht um einen bestimmten Ort oder ein bestimmtes Land – eher um „welche Art von Welt“. Passt das alles, dann ist es wahrscheinlich auch egal, ob man von Palmen oder Fjorden umgeben ist – wobei … meine 25 Grad …

Okay, dann also doch:



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