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Das Leben unterrichtet immer

Randnotizen


Heute hat die WordPress-Schreibanregung wieder mal eine Frage am Start, bei der man sich ja durchaus fragen kann, ob sie wirklich ernst gemeint ist …

Öhm … Hallooo – gibt es auch nur einen Menschen auf der Welt, der hierauf wahrheitsgemäß mit „Nein“ antworten kann? Ich denke nicht.

Klar, gemeint ist vermutlich, ob man bewusst immer wieder etwas Neues angeht, die Frage an sich ist aber trotzdem nicht wirklich ernstzunehmen.


Es unterrichtet einfach.

Manchmal freundlich, manchmal auf die harte Tour.

Die Lernerei begleitet uns von Anfang bis Ende durchs Leben, wir müssen einfach – manchmal macht`s Spaß, ein andermal trägt man halt ein paar blaue Flecke davon.

Es gab aber vermutlich noch kein Kleinkind auf der ganzen Welt, das nach dem dritten Lauflernsturz die Arme verschränkt und gesagt hat: „Ok. Dann eben nicht. Das mit dem Aufrechtgehen lass ich mal lieber.“

Später lernt man dann, dass manche Freundschaften ein Verfallsdatum haben und dass das Leben sowas wie Fairness nicht kennt. Oder auch, dass der ersten und einzigen großen Liebe doch noch weitere folgen und dass Dinge sich immer wieder ändern. Mit den Jahren lernt man womöglich sogar, dass ein Rücken unter bestimmten Voraussetzungen Geräusche machen kann, die man früher höchstens von einer knarzenden Kellertür kannte.

Niemand hat sich zu diesen Unterrichtsstunden angemeldet.

Sie finden aber trotzdem statt.

Manche Lektionen suchen wir uns allerdings auch freiwillig aus.

Wir lernen eine Sprache, ein Instrument oder wie man Zopfpullover strickt. Wir lesen Bücher, hören Podcasts, schauen Dokumentationen und freuen uns, wenn wir anschließend etwas wissen, das wir zuvor noch nicht wussten. Prima Sache.

Diese Art des Lernens kann man vorzeigen – vielleicht bekommen wir sogar ein Zertifikat, auf dem dann steht, dass wir das jetzt können. (Ist ja auch dolle wichtig – wer soll denn sonst auch wissen, ob wir`s tatsächlich können?!?)


Die wichtigsten Lernerfahrungen fallen dagegen deutlich weniger auf.

Für solche Dinge gibt es weder Zeugnisse noch Urkunden, dabei sind es oft genau diese Lektionen, die einen Menschen verändern. – Merkt man nur häufig erst Jahre später.

Plötzlich reagiert man in einer Situation ganz anders als früher und denkt: Ach, guck an. Früher wäre mein Tag jetzt aber sowas von im Eimer gewesen!

Offenbar hat irgendwo unterwegs Unterricht stattgefunden.

Ganz ohne Stundenplan und ohne Klassenzimmer – und ganz ohne Noten.

Von daher – ums mal nicht ausufern zu lassen:
Ja. Ich lerne mein Leben lang weiter.

Manches, weil ich es so will, manches, weil es das Leben so entscheidet.

Und genau das ist auch gut sower weiß, was ich sonst alles niemals gelernt hätte …



Dein Echo auf diese Zeilen

2 Antworten zu „Das Leben unterrichtet immer“

    1. Avatar von Rebecca
      Rebecca

      🥹 Danke! – Und einen schönen Abend dir noch! 🍀🙋🏻‍♀️

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